Programm 2009
Fr 29.05.09 bis 12.07.09 Ausstellung im Pfalzmuseum
"Nach dem Krieg – Fotografien von John Liebenberg" - Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr
John Liebenberg ist einer der herausragenden Fotografen des südlichen Afrika. Seine Fotografien der Kriege in Angola, Namibia und Zaire finden sich in den 1980er und 90er Jahren auf den Titelseiten der großen westlichen Magazine und Zeitungen. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt seiner Arbeiten aus den letzten zwei Jahrzehnten. Bilder von den Wirkungen des Krieges kontrastieren mit weiten Landschaften Namibias und mit der Nähe seiner Portraitaufnahmen.
Weitere Informationen: siehe extra Menupunkt
Freitag, 03.07.09
Fr 03.07.09 / 17 Uhr Eröffnung Afrika Basar - rund um die Kaiserpfalz mit afrikanischem Essen aus West-, Ost- und Südafrika, Getränkespezialitäten aus Afrika und vielen Ausstellern mit afrikanischem Kunsthandwerk. (Fr Abend ist der Eintritt frei! Eintritt am Sa + So in den Basarbereich und zur Basarbühne jeweils 1,00 €)
Fr 03.07.09 / 20 Uhr - Pfalzhof - Adesa aus Ghana: Ein Feuerwerk aus Musik, Tanz, Akrobatik, Humor und kraftvollen Rhythmen aus Ghana, dargeboten von einem international renommierten 8-köpfigen Ensemble. Mit grosser Freiheit wechselt die Gruppe Adesa zwischen den unterschiedlichen Ga Rhythmen wie Gome, Kpanlogo, Oshika und Tigari. Die Kraft der Trommeln wird durch stimmungsvolle Melodien ergänzt, die auf der ghanaischen Laute Korlegorno, auf Hörnern, Flöten, den Wasser-Kalabassen und dem Balafon gespielt werden, ergänzt durch E-Bass und Gitarren. Die kompositorischen Formen lehnen sich sowohl an die ländliche als auch an die rituelle und höfische Musik an und werden auch manchmal mit Einflüssen vermischt, die Adesa während ihrer Europareisen aufgenommen hat.
Adesas Lieder – in Englisch und Ga sowie in den Sprachen anderer westafrikanischer Volksgruppen wie Fanti, Hausa und Twi gesungen - greifen die Weisheiten alter Sprichwörter auf, die auch heute noch im Alltag eine bedeutende Rolle spielen oder gesellschaftliche Ungerechtigkeiten kommentieren. Die wichtigen und ernsten Facetten des Lebens, die in der Poesie der Songtexte zum Ausdruck gebracht werden, erhalten durch oftmals doppeldeutigen Humor jene Leichtigkeit, die das Leben der Ga prägt und die Band seit fast 17 Jahren in vielen Ländern der Welt beim Publikum beliebt gemacht hat.
Beflügelt durch den Glauben an die Götter des Windes (Tigari) lassen sich die Mitglieder von Adesa von dem Rhythmus der Großstadt, dem Rauschen des Ozeans und dem leisen Sound der Steppe leiten und legen mit „Akoma“ ein Klangerlebnis vor, das die Dimensionen der Musik aus Ghana neu definiert. Ein musikalisch-tänzerisches Fest der Sinne!
Julius Nartey (Korlegonor, Bellaphon, Gome, Gesang), Nya Nyo Addo (E-Bass, Blekte, Dondo, Gesang), Lantey Lankai (Kpanlogo, Perkussion, Dondo, Gesang), Nana Ansong (Flöte, Perkussion), Korkoi Odametey (Gonje, Tanz, Gesang), Yahaya Alhassan (Akrobatik, Jonglage, Tanz, Wasserkalebassen), Lawrence Otoo (Akrobatik, Tanz), Martin Abrokwah (2.Flöte, Tanz, Perkussion)

(Adesa)
Samstag, 04.07.09
Sa 04.07.09 / 10 Uhr Eröffnung Afrika Basar - rund um die Kaiserpfalz mit afrikanischem Essen aus West-, Ost- und Südafrika, Getränkespezialitäten aus Afrika und vielen Ausstellern mit afrikanischem Kunsthandwerk. (Eintritt am Sa in den Basarbereich und zur Basarbühne jeweils 1,00 €)
Basarbühnenprogramm (im Burggraben):
"Die löwenstarken Trommler" - Amadou und Habib (D / Elfenbeinküste)
Amadou und Habib sind die Söhne des bekannten deutschen Djembe-Trommlers "Uhuru" und seiner afrikanischen Frau aus der Elfenbeinküste. Die Trommelmusik haben sie von klein auf in sich aufgenommen. Sie spielen nicht nur äußerst furios und virtuos, sondern singen auch in verschieden afrikanischen Sprachen, französisch, deutsch und schwäbisch - aufgewachsen sind beide teils in der Elfenbeinküste, aber vor allen in der Gegend von Ulm.
(Die Löwensarken Trommler)
Bajaly Suso (Gambia)
Bajaly Suso ist einer der großen Kora-Vortuosen Gambia's. In den letzten 10 Jahren unternahm er bereits mehrere Tourneen in Europa und Australien. Nun ist er endlich das erste Mal seit Jahren wieder in Deutschland zu Gast. Er spielt im traditionellen Stil seine 21-saitige Harfe. Höchst komplexe rhythmische Muster ergeben ein energiegeladenes, aber trotzdem kontemplatives Klangbild - seine Musik lädt ein zu einem Moment des Innehaltens (vielleicht mit einem Glas Tee) und zeigt einen ganz anderen Aspekt afrikanischer Kultur, die auch ruhige und besinnliche Aspekte bietet.
(Bajaly Suso)
Akafo-Trommelband (Benin / Elfenbeinküste / D)
Ein großer Teil der Mitarbeiter der Afrika Kulturtage sind begeisterte Trommler: als mobile Truppe (und wenn Zeit ist zwischen den vielfältigen organisatorischen Aufgaben) werden die "Akafo" (A-frika K-ulturtage FO-rchheim) TrommlerInnen zeigen, dass sie sich auch darauf verstehen, heiße Rhythmen vorzulegen.
(Akafo)
Samstag, 04.07.09 - Pfalzhof 20 Uhr
Die Sängerin Maria de Barros von den Kapverdischen Inseln, präsentiert eine reizvolle Mischung aus portugisischen und afrikanischen Elementen. Geboren und aufgewachsen ist Maria de Barros in Dakar / Senegal, später lebte sie mit ihren Eltern in Nouackchott / Mauretanien, fühlt sich aber immer der Musik der Kapverden mit ihren kulturellen Einflüssen aus Afrika, Portugal, Brasilien oder Cuba verbunden. Zusammen mit ihrer Band ein absolutes Highlight, nicht nur für explizite Afrika-Fans, sondern auch für Liebhaber lateinamerikanischer Musik und portugisischem Fado. Anhören?? Hier bitte: www.myspace.com/mariadebarros
(Maria de Barros)
Sonntag, 05.07.09
So 05.07.09 / 9 Uhr Deutsch-Afrikanischer Gottesdienst - in der katholischen Pfarrkirche St. Martin mit dem Chor "Mambalo" unter Leitung vonAlexis Madokpon aus Benin. Die Mitglieder des Chores stammen alle aus Bamberg und Umgebung und singen seit 2003 die Texte und Kompositionen von Alexis Madokpon in den Sprachen Sahoué, Fon, Pedah, Goungbe und Mina. Die erste CD des Chors mit dem Titel "Mambalo" erschien 2007, was übersetzt „Gottes Wille geschehe“ bedeutet.
(Alexis Madokpon & Mambalo)
So 05.07.09 / 10 Uhr Eröffnung Afrika Basar - rund um die Kaiserpfalz mit afrikanischem Essen aus West-, Ost- und Südafrika, Getränkespezialitäten aus Afrika und vielen Ausstellern mit afrikanischem Kunsthandwerk. (Eintritt am Sa in den Basarbereich und zur Basarbühne jeweils 1,00 €)
So 05.07.09 / 10 Uhr - Kaiserpfalz 11 UhrTigerbucht Ein Dokumentarfilm nach dem gleichnamigen Roman von Pedro Rosa Mendes. 1997 unternimmt der portugiesische Schriftsteller Pedro Rosa Mendes eine Reise quer durch das südliche Afrika von der Atlantikküste Angolas bis zur Pazifikküste Mosambiks. Im vom Bürgerkrieg zerstückelten Angola bedeutet das, immer wieder die Frontlinie zu passieren und unbekannte Minenfelder zu überqueren. Auf seiner Reise sammelt Mendes mit einem Kassettenrecorder eine Fülle akustischer Eindrücke. Die beiden Filmemacher Károly Koller und Stefan Frank verbinden die Originaltöne und die Texte aus dem Roman mit historischen Bildern aus dem Bürgerkrieg. Mit dem Ende des angolanischen Krieges am 30. März 2002 ist "Tigerbucht" auch zu einem wichtigen Zeitdokument geworden. Anschließend Diskussion mit den Filmemachern Károly Koller und Stefan Frank
Basarbühnenprogramm (im Burggraben):
Afrikanische Geschichten mit Tormenta Jobarteh (D / Gambia) 13 und 15h
Tormenta Jobarteh kommt eigentlich aus Deutschland und hieß Werner Sturm, bevor ihn sein Lebesweg für 7 Jahre nach Gambia führte. Dort erlernte er u.a die Kunst des Kora-Spiels und wurde von der Familie Jobarteh in die Kunst der Griots eingeweiht. In Westafrika wird das Wissen der Griots innerhalb der Musikerfamilien weitergegeben und vererbt. Tormenta wurde schließlich von "seiner" Familie adoptiert und erhielt seinen afrikanischen Namen. Seitdem er wieder zurück in Deutschland ist, vermittelt er diese großartige Kultur dem hiesigen Publikum: witzig, charmant und humorvoll erzählt er afrikanische Geschichten auf Deutsch, begleitet von seiner Kora-Harfe und verschiedenen Trommeln. Er wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet (u.a. als "Bester Geschichtenerzähler Deutschlands") und hat inzwischen 5 CDs veröffentlicht. Aufgrund des großen Erfolges bei den Afrika Kulturtagen 2007 ist er nun mit neuen Geschichten für Menschen von 3 - 111 Jahren wieder zu erleben - faszinierend, nicht nur für Kinder!
(Tormenta Jobarteh)
Yuba & Abdel Illah Hajim (Marokko) 14 und 16h
Seit dem Ende der sechziger Jahre bemühen sich die Amazigh „Berber“, ihre traditionelle Musik zu erneuern. Im Laufe der achtziger Jahre verstärkte sich diese Tendenz: Es erschienen Sänger, die alle Mittel, die ihnen die Musik bot, in ihrer universellen Bedeutung nutzten. Diese Sänger sind so zahlreich, dass man leicht von einer neuen musikalischen Bewegung sprechen kann. Mit seinem ursprünglichen Stil und seinen engagierten und gut formulierten Texten ist Yuba unbestreitbar deren Leitfigur.
Aufgewachsen in Süd-Marokko, singt dieser talentierte Künstler in der Sprache der Berber (Tamazight). Er veröffentlichte zwei Alben: das erste, „Tawargit“ (Traum), erschien bereits 1999 und ihm war ein sicherer Erfolg beim Amazigh Publikum beschieden. Das zweite Album „Itran azal“ (Stern am Tag), das zwischen Deutschland und Marokko 2005 produziert wurde, hat darüber hinaus nun bei einem breiten Publikum bekannt gemacht.
Abdel Illah Hajim tourte zuletzt mit Houssaine Kili, trat aber z.B. auch bei einer Weltmusik-Komposition des fränkischen Komponisten Heinrich Hartl als Oud-Virtuose auf.

(Yuba & Abdel Illah Hajim)
(Film Tigerbucht / Kuito - einer der Schauplätze des Bürgerkrieges)
Sonntag, 05.07.09 - Pfalzhof 20 Uhr
Djekafo aus Burkina Faso/Indien/D und Sarah Ndagire aus Uganda
Sarah Ndagire ist eine der bekanntesten und engagiertesten Sängerinnen aus Uganda. Sie verkörpert Musik, Tanz und Kultur aus ihrer Heimat. Die Künstlerin macht sich als Fürsprecherin für die Wurzeln afrikanischer Musik stark, arbeitet aber auch gleichzeitig erfolgreich mit Musikern auf der ganzen Welt zusammen (in Deutschland z.B. mit der Gruppe "Jamaram") – gemeinsam mit ihnen möchte sie ugandische Folkmusik und internationale Stile in einem zeitgemässen Sound vereinen. So begegnen uns in ihren Songs traditionelle Instrumente wie Adungu (einer Art Bass-Harfenlaute), Amadinga und Indingidi, aber auch moderne Arrangements, die sich an Pop-Musik und Worldmusic orientieren.
Als Vorgruppe spielt eine Neuentdeckung auf der deutsch-afrikanischen Weltmusikszene: "Djekafo" widmet sich dem energiegeladenen, percussiven Sound Afrikas. Die Musiker aus Burkina Faso, Indien und Deutschland präsentieren eine Weltmusik die westafrikanische Rhythmen mit Elementen des Jazz mischt. Das Repertoire umfaßt Lieder aus Burkina Faso, Mali und Guinea, die in eigenen Arrangements einen warmen und kraftvollen Sound erhalten. Die Harfenlaute "Kamelen N..Goni" und die Flöte der Peul aus Guinea "Tambin" sind ausgefallene Instrumente, die mit ihrem Klang den Sound dieser Formation prägen. Der in dieser Formation engagierte deutsche Jazzmusiker Hannes Kies, 1980 in Köln geboren, griff bereits als 15jähriger zum Saxophon. Von Beginn an fesselte ihn afrikanische Musik und so fand er sich bereits 2000 in Djamel Laroussis "North African Rhythm Project" wieder. Er studierte am königlichen Konservatorium von Den Haag und ist zwischen 2001 bis zu seinem Abschluss 2005 mit unterschiedlichen Jazzgruppen in Europa unterwegs,. In der Bigband des Konservatoriums spielte er mit Michel Brecker, Dave Liebman, Kenny Wheeler und Slide Hampton. Auf der Suche nach neuen Einflüssen kam er 2005 nach Bamako in Mali., wo er mit Toumani Diabate, Cheick Tidiane Seck, Habib Koite und Oumou Sangare auftrat. Der international bekannte Kora-Virtuose Toumani Diabate engagierte ihn mit seinem „Symetric Orchestra“ zu einer Spanien- und Portugaltournee. Im September 2008 gewann Hannes Kies mit der Band des Balafonisten Aly Keita den Weltmusikpreis "Creole 2008". Eine spannende Begegnung zwischen den Kulturen - ein Genuss nicht nur für Weltmusik und Jazzfans!!
Abdul Aziz Sinka (Burkina Faso - Djembe, Kamelen N´Goni, Gesang), Ramani Krishna (Indien - Bass), Hannes Kies (Köln - Saxophon, Bassklarinette, Peulflöte) und Moussa Coulibaly (Burkina Faso - Bobo-Balafon, N´Goni, Gesang)
Anhören? Hier bitte: www.myspace.com/sarahndagire
(Sarah Ndagire)

