Ausstellung vom 29.05. bis 12.07.09 im Pfalzmuseum

„Nach dem Krieg – Fotografien von John Liebenberg“

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

John Liebenberg ist einer der herausragenden Fotografen des südlichen Afrika. Seine Fotografien der Kriege in Angola, Namibia und Zaire finden sich in den 1980er und 90er Jahren auf den Titelseiten der großen westlichen Magazine und Zeitungen. Nach dem Ende der Kriege wendet sich Liebenberg stärker als zuvor der Portrait- und Landschaftsfotografie zu.       

    

Der 1958 geborene Liebenberg wächst in Johannesburg auf. Als Jugendlicher verdient er sich das Geld für seine Leidenschaft, die Fotografie, als Laufjunge. Obwohl es streng verboten ist, nimmt er seine Kamera auch mit, als er zum Militärdienst an Namibias Nordgrenze eingezogen wird. 1985 erhält der Autodidakt eine feste Stelle bei der oppositionellen Zeitung „The Namibian“. Er kehrt in das Kriegsgebiet im Norden zurück und berichtet von dort, ohne sich bei der Armee zu akkreditieren. Später arbeitet er als freier Fotograf für Reuters und berichtet als Filmemacher vom Krieg in Angola und Zaire. Nachdem er bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Huambo in Angola nur knapp dem Tod entgeht, wird ihm klar, dass er nicht darauf vertrauen kann, noch einmal so viel Glück zu haben. Die Arbeit in Krisengebieten und die Verantwortung für seine drei Kinder sind für ihn nicht mehr vereinbar. Er hat Glück und bekommt wenig später eine feste Stelle als Fotograf bei einer südafrikanischen Verlagsgruppe. Heute lebt und arbeitet er in Johannesburg.


Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt seiner Arbeiten aus den letzten zwei Jahrzehnten. Bilder von den Wirkungen des Krieges kontrastieren mit weiten Landschaften Namibias und mit der Nähe seiner Portraitaufnahmen. Die Ruhe, die von seinen Bildern ausgeht, macht es möglich, gleichzeitig neben einander existierende menschliche Realitäten zu erkennen und ernst zu nehmen.

„I am obsessed with the truth“ sagt Liebenberg von sich selbst.


Die Ausstellung des Iwalewa-Haus Bayreuth zeigt insgesamt 33 s/w Fotoarbeiten (30x45cm). Zur Ausstellung ist im Bayreuther Bumerang-Verlag ein 144seitiger Katalog einführenden Texten des Kurators Ulf Vierke (Iwalewa-Haus), sowie des Basler Ethnologen Gregor Dobler erschienen.